Niemand bestreitet heute mehr, dass sich unser Klima ändert. Nur wenige zweifeln noch daran, dass der Mensch dafür verantwortlich ist.
Welche Auswirkungen hat der Klimawandel für die Gesundheit der Menschen in Deutschland?
Die Winter werden wärmer, der Frühling kommt früher, extreme Hitzeperioden im Sommer treten häufiger auf.
Ratten, Mäuse und andere Nagetiere haben bessere Überlebenschancen – damit nehmen auch die Krankheiten zu, die diese die kleinen Nager auf den Menschen übertragen. Im Südwesten Deutschlands, in Baden-Württemberg, nehmen seit einigen Jahren die Infektionen mit dem Hantavirus zu. Nicht jeder Mensch erkrankt, manche zeigen nur Anzeichen eines grippalen Infekts, andere sterben am Nierenversagen.
Allergiker und alte Menschen leiden besonders
Die Pollensaison verlängert sich, Allergiker leiden früher und länger. Ältere Menschen und Menschen mit schweren Erkrankungen sterben häufiger in Perioden mit extremen Temperaturen. (Andererseits erfrieren auch weniger Menschen in extrem kalten Wintern.) Die UV-Strahlung wird intensiver: „Sonnenallergie“, Sonnenbrände und Hautkrebs nehmen zu.
Infektionen mit FSME, der durch Zecken verursachten Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten, treten in Deutschland und Europa immer weiter nördlich auf. Zecken lieben milde Winter.
Chikungunya-Virus? – Neue Erreger in Sicht

Asiatische Tigermücke
Welcher Arzt in Deutschland kennt schon das Chikungunya-Virus? Das Virus löst das Chikungunya Fieber aus. Es wird übertragen durch Aedes–Mücken, zu denen z.B. die Asiatische Tigermücke zählt. Bisher kam diese Mücke nur südlich der Alpen vor. Seit ein paar Jahren findet man die Asiatische Tigermücke auch nördlich der Alpen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie auch das Virus mit dem schwer auszusprechenden Namen bei den Menschen verbreitet. Das Fieber verläuft wie eine Grippe und gefährdet vor allem Säuglinge, Kleinkinder und alte Menschen.
Der (vermutlich) durch Menschen verursachte Klimawandel bringt neue Krankheiten nach Deutschland. Welche das genau sind, wissen wir noch nicht. Aber wir können schon jetzt die Auswirkungen des Klimawandels in der hausärztlichen Praxis spüren.
Quellen
Dies ist mein Beitrag zum Blog Action Day gegen den Klimawandel, mehr unter http://www.blogactionday.org/.


Hat es nicht vor noch nicht allzu langer Zeit bei Euch in Ostfriesland Malaria gegeben?
Ja es gab Malaria in Ostfriesland, sogar nach bis kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Die Malaria wird aber wahrscheinlich nicht wieder auftauchen, den Überträgermücken fehlen die Sumpfgebiete – die sind mittlerweile alle trocken gelegt.
Was für ein schönes Bild von der ebenfalls sehr schön anzusehenden Mücke. Nicht so schön ist ihre Lieferung.
Auch wenn wir nicht der Urheber der globalen Erwärmung wären, sollten wir alle Anstrengungen unternehmen, den Effekt zu beeinflussen – ihn wenigstens zu verlangsamen. Da ist keine Mühe zu klein – meine ich…
Die Nachricht, dass der Nordpol in wenigen Jahren im Sommer eisfrei sein wird, rüttelte mich vorgestern auch noch einmal richtig wach. Ich bin heute schon mit einem Hybridauto Probe gefahren, das wenig mehr als die Hälfte meines aktuellen Autos schluckt. Bin echt am überlegen, ob ich das nicht meinen Kindern schuldig bin.
[...] werden, aber der Ursache der Krankheit nicht auf den Grund gegangen wird. So kommt es in der hausärztlichen Praxis häufig zur Verschreibung von Antibiotika,- es wird oft mit “Kanonen auf Spatzen [...]